Von der Hilflosigkeit zur Herzensarbeit – Carolines Weg zur bedürfnisorientierten Hundetrainerin
Shownotes
**In dieser Episode: ** Caroline ist Absolventin unserer Hundetrainer:innen-Ausbildung und steht kurz vor dem Abschluss zur Verhaltensexpertin. Im Gespräch erzählt sie mir von ihrem Weg zum Hundetraining – geprägt von zwei Hündinnen, die sie an ihre Grenzen brachten. Und darüber hinaus wachsen ließen.
**Wir sprechen über: **
- Warum der gesellschaftliche Druck auf Hundehalter:innen so belastend sein kann –
- und dass dahinter meistens der Wunsch steckt, alles richtig zu machen
- Die Bedeutung von Freilauf und Selbstbestimmung für Hunde
- Was passiert, wenn wir aufhören, unsere Hunde weiterzuziehen
- Warum Gesundheit und Schmerzfreiheit die Basis für faires Training sind und wie wir Menschen auf dem Weg dahin unterstützen können.
**Carolines Ansatz: Spaß, Spiel und pragmatische Lösungen
**Zitat aus der Episode:
_„Die Frage ist nicht, ob etwas geht, sondern wie."
**_Kontakt zu Caroline:
**https://www.schwalmtails.de/
Region:
Online + Kreis Viersen, Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf und Umgebung
Transkript anzeigen
00:00:06: Anne: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Episode vom Anders mit Hund Podcast.
00:00:12: Anne: Ein Podcast rund um bedürfnisorientiertes Hundetraining, Hundeverhalten und dessen systematische Veränderung.
00:00:20: Anne: Bei mir ist heute Caroline. Caroline ist Absolventin unserer Hundetrainer-Ausbildung
00:00:27: Anne: und befindet sich in der Weiterbildung zur Verhaltensexpertin.
00:00:30: Anne: Und Caroline ist als Hundetrainerin bereits aktiv und darüber möchte ich heute mit ihr sprechen.
00:00:37: Anne: Hallo liebe Caroline, schön, dass Du da bist.
00:00:40: Caroline: Hallo liebe Anne, schön, dass ich da sein darf.
00:00:44: Anne: Caroline, ich möchte als erstes mit Dir über Deinen Weg zur Hundetrainerin sprechen.
00:00:49: Anne: Wie bist Du zum Hundetraining gekommen?
00:00:51: Anne: Gab es da einen bestimmten Moment, einen bestimmten Hund, der Dich auf diesen Weg gebracht hat?
00:00:56: Anne: Gab es irgendwas, das sich auf die Idee gebracht hat, jetzt bereichere ich mein Leben um das Thema Hundetraining?
00:01:03: Caroline: Ja, also mein erster Hund, die Paula, die war schon nicht so einfach, sage ich mal.
00:01:10: Caroline: Also die hat nicht funktioniert in der Gesellschaft, was mich dann relativ schnell zum Hundetraining gebracht hat als solches.
00:01:17: Caroline: Es war Klickertraining damals und zum Glück, muss ich sagen.
00:01:24: Caroline: Und da habe ich dann mein Interesse am Hundetraining weiterentwickelt.
00:01:30: Caroline: Habe auch Seminare besucht.
00:01:32: Caroline: Alles, was so angeboten wurde.
00:01:34: Caroline: Habe versucht, mehr Hintergrundinformationen zu bekommen.
00:01:39: Caroline: Und dann, einige Jahre später, kam Mabel.
00:01:46: Caroline: Mit Mabel fing das ganz locker an.
00:01:48: Caroline: Es hat ganz gut funktioniert.
00:01:50: Caroline: Tierschutzhund aus Rumänien.
00:01:53: Caroline: Und Mabel hat aber irgendwann angefangen, gar nicht mehr zu funktionieren.
00:01:58: Caroline: Und das auch nicht im positiven, also im Klickertraining.
00:02:02: Caroline: Hat nicht funktioniert.
00:02:04: Caroline: Und ich bin an meine Grenzen gekommen und über meine Grenzen gekommen.
00:02:09: Caroline: Und war wirklich auch hilflos, muss ich sagen.
00:02:13: Caroline: Wir haben versucht zu trainieren und es gab Tage, da hat es besser funktioniert.
00:02:18: Caroline: Dann wurde gleichzeitig noch ein medizinisches Problem festgestellt.
00:02:23: Caroline: Und das hat das ganze Training irgendwie bergab laufen lassen.
00:02:26: Caroline: Also es hat einfach nicht funktioniert so, dass ich gesagt habe, ich mache jetzt gar nichts mehr.
00:02:31: Caroline: Und würde schon irgendwie gehen oder auch nicht.
00:02:33: Caroline: Jedenfalls ist offensichtlich keiner da, der uns helfen kann oder möchte.
00:02:38: Caroline: Habe versucht, noch eine neue Trainerin zu finden.
00:02:41: Caroline: Und auch das hat nicht funktioniert.
00:02:42: Caroline: Habe überlegt, in welche Richtung gehe ich.
00:02:45: Caroline: Also funktioniert vielleicht das ganze Klickern gar nicht.
00:02:47: Caroline: Und ich muss vielleicht doch irgendwie anders arbeiten.
00:02:51: Caroline: Und bin dann durch Zufall eigentlich, habe ich mit einer Kollegin gesprochen damals,
00:02:56: Caroline: die gesagt hat, eigentlich kannst Du das doch auch selbst.
00:03:00: Caroline: Und gleichzeitig bin ich, warum auch immer, Algorithmus über die Ausbildung gestolpert.
00:03:07: Caroline: Habe dann den Call dazu verpasst und habe die Aufzeichnung noch schnell angeguckt
00:03:13: Caroline: und mich noch ganz spontan für die Ausbildung angemeldet bei Anders mit Hund.
00:03:19: Caroline: Und dann auch direkt natürlich für den Verhaltensexperten,
00:03:21: Caroline: weil wenn schon, denn schon.
00:03:24: Caroline: Genau.
00:03:25: Caroline: Und ja, so bin ich zum Hundetraining gekommen
00:03:29: Caroline: und das ist einfach auch ein Herzensthema für mich.
00:03:33: Anne: Ich darf Dich jetzt schon eine Weile begleiten
00:03:35: Anne: und ich musste gerade an unser erstes Live-Treffen
00:03:40: Anne: in Wermelskirchen denken.
00:03:43: Anne: Und umgekehrt, wie entspannt Du heute wirkst,
00:03:46: Anne: wenn Du über Deine Hunde erzählst
00:03:47: Anne: und finde es gerade total schön anzusehen.
00:03:50: Anne: Wenn Du auf Deinem Weg zurückblickst,
00:03:53: Anne: was hat Dich am meisten beeinflusst, geprägt, überrascht,
00:03:59: Anne: wenn Du so an Deine Lebenszeit mit Hunden denkst?
00:04:05: Caroline: Also da fällt mir als erstes ein,
00:04:07: Caroline: dieser Druck, den ich früher hatte.
00:04:10: Caroline: Also der von der Gesellschaft oder von wem auch immer,
00:04:14: Caroline: den ich mir auch selbst gemacht habe.
00:04:15: Caroline: Weil Hunde müssen gewisse Dinge einfach können, die müssen gewisse Dinge tun, die müssen das machen, was ich sage. Und als ich irgendwann verstanden habe, dass ich mir selber die Regeln machen kann und dass ich selber darüber entscheiden darf, wie ich mit meinen Hunden zusammenleben möchte und wie ich die paar Jahre, die wir vielleicht zusammen haben, verbringen darf, da ist dieser ganze Druck von mir abgefallen.
00:04:39: Caroline: und alles, was ich jetzt mit denen machen kann, ist aus Spaß.
00:04:44: Caroline: Und da müssen die nicht funktionieren.
00:04:46: Caroline: Und wenn sie nicht funktionieren, dann halt nicht.
00:04:48: Caroline: Meine Güte, dann mache ich was anderes.
00:04:50: Caroline: Und das funktioniert vielleicht.
00:04:52: Caroline: Aber wir haben eine gute Zeit zusammen.
00:04:55: Caroline: Also meine Hunde freuen sich, wenn die mich sehen.
00:04:58: Caroline: Wahrscheinlich viele andere Hunde auch.
00:05:00: Caroline: Aber ich glaube, dass die sich höchstens ganz selten beschweren,
00:05:05: Caroline: dass sie bei mir sind.
00:05:10: Anne: Das ist eine schöne Perspektive.
00:05:11: Anne: Ich musste gerade an eine
00:05:13: Anne: Kollegin denken, die ich sehr gerne mag,
00:05:14: Anne: die Ines Scheuerdinger. Die hat irgendwann,
00:05:17: Anne: ich weiß gar nicht mehr in welchem Kontext, mal zu mir
00:05:19: Anne: gesagt, Anne, wenn wir uns mal bewusst
00:05:21: Anne: machen, wenn unser Hund
00:05:23: Anne: zwölf Jahre alt wird und wir verbringen
00:05:25: Anne: 144 Monate mit dem,
00:05:27: Anne: dann rücken die Probleme irgendwie
00:05:28: Anne: in eine andere Relation.
00:05:32: Anne: Dann ist die Zeit auf einmal so kurz.
00:05:35: Anne: Und da musste ich gerade dran denken, weil ich glaube, dass das ein ganz, ganz wesentlicher Aspekt ist.
00:05:41: Anne: Ich habe heute Morgen in einem Call mit jemandem versucht zu erklären, wie ich meine Aufgabe als Hundetrainerin und auch als eure Ausbilderin definiere.
00:05:52: Anne: Wir haben darüber diskutiert, was Hundetraining für mich ist und was nicht.
00:05:55: Anne: Und ich habe gesagt, es geht mir eigentlich darum, die Kluft zu schließen zwischen den Bedürfnissen des Hundes, dem natürlichen Hundeverhalten, dem Leben als Hund in unserer Gesellschaft und der Zufriedenheit der Menschen.
00:06:10: Anne: Und ich finde es schön gerade, dass Du sagst, Du hast irgendwann definiert, was für Dich richtig und was für Dich falsch ist. Das ist ja ein ganz wesentlicher Aspekt, zu sagen, wie kann ich in einer Gesellschaft leben, ohne dass die Gesellschaft durch mich gefährdet wird.
00:06:25: Anne: Aber ich definiere trotzdem im Kleinen, was ist für mich richtig und was ist für mich falsch.
00:06:31: Anne: Das finde ich total schön.
00:06:33: Anne: Das ist eine super Überleitung zu unserem zweiten großen Blog sozusagen.
00:06:38: Anne: Ich wüsste nämlich ein bisschen mehr gerne über Deine Haltung zum Hundetraining und Deine Haltung zur Hundehaltung.
00:06:46: Anne: Und wie würdest Du Deinen Ansatz im Hundetraining beschreiben?
00:06:49: Anne: Was ist Dir besonders wichtig in der Arbeit mit Menschen und Hunden?
00:06:54: Caroline: Ja, also es sind verschiedene Dinge.
00:06:57: Caroline: Mir ist besonders wichtig das Wohlbefinden von Mensch und Hund,
00:07:02: Caroline: dass das Leben von denen möglichst auch druckfrei, unbeschwert ist
00:07:07: Caroline: und gleichzeitig sich die Menschen wohlfühlen, die Hunde wohlfühlen
00:07:12: Caroline: und dabei der gesundheitliche Aspekt zum Beispiel auch betrachtet wird.
00:07:18: Caroline: Was mir aufgefallen ist, ist, dass es ganz oft außer Acht gelassen wird
00:07:22: Caroline: und dass die Hunde dann einfach nicht gesehen werden.
00:07:26: Caroline: Und da die Menschen zu sensibilisieren
00:07:29: Caroline: und vielleicht auch ein Stück weit zu vermitteln
00:07:33: Caroline: und die Kommunikation ein bisschen herzustellen,
00:07:35: Caroline: das ist mir ein großes Anliegen,
00:07:38: Caroline: dann auch an die entsprechenden Fachpersonen zu verweisen,
00:07:41: Caroline: damit das auch vernünftig abgeklärt wird
00:07:44: Caroline: und Dinge ausgeschlossen werden
00:07:47: Caroline: oder gegebenenfalls behandelt werden können,
00:07:49: Caroline: damit einfach der Hund auch eine Chance hat,
00:07:52: Caroline: fair trainiert zu werden und sein Leben halt schön zu leben,
00:07:56: Caroline: gut zu leben und mit dem Menschen gut zu leben.
00:07:59: Caroline: Und gleichzeitig bietet das den Menschen ja auch die Möglichkeit zu sehen,
00:08:03: Caroline: mein Hund ist okay, so wie er ist.
00:08:06: Caroline: Und es gibt Gründe.
00:08:08: Caroline: Und da zu vermitteln, dass es mir ein besonderes anliegt.
00:08:11: Caroline: Und wenn das passiert ist, dann bin ich ein großer Fan von Spaß,
00:08:16: Caroline: von gemeinsamen Spaß, von Spielen.
00:08:19: Caroline: Und auch das zu vermitteln, vielleicht klingt das komisch, aber ist gar nicht so einfach.
00:08:25: Anne: Überhaupt nicht.
00:08:26: Caroline: Ja, genau.
00:08:28: Caroline: Die meisten Menschen denken nämlich, es muss hart sein.
00:08:32: Caroline: Training ist anstrengend.
00:08:33: Caroline: Das ist in ganz enge Bahnen eingeordnet.
00:08:39: Caroline: Und es darf nicht flexibel sein.
00:08:40: Caroline: Es darf nicht Spaß machen.
00:08:42: Caroline: Ein Rückruf muss funktionieren, aber der darf auf keinen Fall Spaß machen.
00:08:46: Caroline: Und wenn ich mit meinen Spielen ankomme, von denen ich ein großer Fan bin,
00:08:50: Caroline: dann gucken die Leute mich manchmal schräg an.
00:08:54: Anne: Und das ist so ein wichtiger Aspekt.
00:08:56: Anne: Ich glaube, dass Du genau wie ich Hundetraining ja nicht definiert als nur die Trainingseinheit in sich,
00:09:05: Anne: in der der Hund ein spezifisches Verhalten lernt, ein spezifisches Signal lernt,
00:09:10: Anne: sondern wir sehen ja unsere Aufgabe viel größer und viel weiter.
00:09:13: Anne: Wir gucken uns ja im Prinzip das System Mensch-Hund an und gucken,
00:09:17: Anne: wo empfindet der Hund denn in seinem Leben Spaß, Freude, Glück, Wohlbefinden?
00:09:22: Anne: Was wir ja brauchen für ein gesundes Nervenkostüm.
00:09:25: Anne: Und wo empfindet der Mensch das gemeinsam mit dem Hund?
00:09:30: Anne: Und ich finde, da ist das Spielthema ein so großes und wichtiges,
00:09:33: Anne: dass das in jedem Fall dazugehört.
00:09:36: Caroline: Ja, das sehe ich auch so.
00:09:39: Anne: Im Vorfeld. Ich habe Dich ja eingeladen und habe gesagt,
00:09:42: Anne: Komm doch bitte in den Podcast und schick mir vorher eine E-Mail.
00:09:47: Anne: Schreib mir, was machen viele Hundehalterinnen in Deiner Region schon richtig gut?
00:09:54: Anne: Was ist etwas, wo Du sagst, das gefällt mir an der Region, in der ich lebe, wie die Menschen mit ihren Hunden umgehen?
00:10:03: Anne: Du hast mir daraufhin geantwortet, dass viele Hunde bei euch schon Freilauf ermöglicht bekommen.
00:10:09: Anne: Und bevor wir darauf eingehen, möchte ich kurz von Dir wissen, aus welcher Region kommst Du?
00:10:16: Anne: Beziehungsweise in welcher Region könnte man mit Dir arbeiten?
00:10:20: Caroline: Also das ist ja der Kreis Viersen, der ist an der niederländischen Grenze.
00:10:25: Caroline: Und das ist ganz in der Nähe von Düsseldorf, Mönchengladbach, Neuss, so die Richtung.
00:10:33: Caroline: Warum findest Du das Thema Freilauf so wertvoll?
00:10:36: Caroline: Ja, also es ermöglicht den Hunden einfach, Selbstentscheidungen treffen zu können, auch wenn sie vielleicht trotzdem noch eingeschränkt sind, also auf jeden Fall.
00:10:48: Caroline: Aber dennoch können sie zum Beispiel das Tempo bestimmen und sind nicht unbedingt auf die Leinlänge angewiesen.
00:10:57: Caroline: Also sie müssen ja Tempo nicht immer anpassen an die Menschen, zumindest insofern der Mensch auf sie wartet zum Beispiel.
00:11:05: Caroline: Aber ja, sie können mehr Verhalten zeigen.
00:11:07: Caroline: Sie können zum Beispiel schnüffeln, ausgiebig schnüffeln oder Mäuselöcher suchen, gehen oder mal Kreise ziehen.
00:11:15: Caroline: Also es ist einfach viel mehr möglich, als wenn sie nur an der Leine wären.
00:11:19: Caroline: Und das finde ich so schön.
00:11:21: Caroline: Also sie können Spuren nachgehen im gewissen Radius, im gewissen Umfeld.
00:11:27: Caroline: natürlich nicht im Wild hinterher hetzen,
00:11:30: Caroline: aber zumindest haben sie etwas mehr Freiheit
00:11:33: Caroline: und dadurch etwas mehr Entscheidungsmöglichkeiten in ihrem Leben.
00:11:39: Anne: Deshalb finde ich das so wichtig.
00:11:41: Anne: Und wenn man sich das anguckt,
00:11:42: Anne: das hat ganz viele positive Effekte auf Hunde,
00:11:46: Anne: nicht nur auf die Neuroplastizität im Gehirn
00:11:50: Anne: und die Gesundheit im Kopf sozusagen,
00:11:53: Anne: sondern auch auf Muskulatur, Bewegungsapparat,
00:11:56: Anne: weil sie sich ja wirklich ohne Störfaktor,
00:12:00: Anne: vorrausgesetzt sie haben ein halbwegs gut sitzendes Geschirr an,
00:12:03: Anne: können sie sich ja wirklich ohne Störfaktor ihr Tempo auswählen.
00:12:07: Anne: Und wenn wir uns angucken, wie Hunde sich im Freilauf vorbewegen,
00:12:10: Anne: dann gehen die ganz oft, bleiben sie stehen und schnüffeln,
00:12:12: Anne: dann geben sie wieder Gas.
00:12:13: Anne: Also es ist viel weniger konstant, das Tempo.
00:12:16: Anne: Es ist viel variabler.
00:12:20: Anne: Und das finde ich einen ganz wichtigen Aspekt von dem,
00:12:23: Anne: was Du gerade zum Thema Freiheit gesagt hast.
00:12:25: Anne: Mal abgesehen davon, dass ich das auch tatsächlich beim Spazierengehen viel schöner finde, wenn meine Hunde in Freilauf können.
00:12:31: Anne: Weil auch ich mein Tempo flexibler regeln kann.
00:12:35: Anne: Jetzt ist es ja so, wenn die Leine dran ist, selbst wenn die Leine locker ist, hat das einen Effekt auf Hunde,
00:12:44: Anne: dass sie eben sich permanent anpassen und auch permanent auf etwas achten müssen.
00:12:52: Anne: Und ich habe Dich gefragt, wenn Du Dir etwas von Deiner Region wünschen könntest,
00:12:56: Anne: von den HundehalterInnen in Deiner Region, was wäre das?
00:13:01: Anne: Und Du hast geantwortet, viele könnten lernen, mehr zu warten,
00:13:05: Anne: bis der Hund von sich aus weiterläuft.
00:13:09: Anne: Und das passt ja als Gegenspieler total da rein.
00:13:12: Anne: Was passiert in dem Moment, wenn Menschen weiterlaufen und der Hund noch stehen bleibt?
00:13:16: Anne: Und warum ist das für Dich so ein entscheidender Aspekt?
00:13:19: Caroline: Ja, also die Menschen dringeln ihren Hund quasi.
00:13:24: Caroline: Auch wenn sie sagen, der kann ja da hinten weiter schnüffeln.
00:13:28: Caroline: Nehmen wir an, er ist an der Leine, kann er ja nur eine gewisse Zeit weiter schnüffeln,
00:13:34: Caroline: bis die Leine stramm wird maximal.
00:13:36: Caroline: Dann wird er meistens weitergezogen.
00:13:39: Caroline: Also manchmal vielleicht noch angesprochen, aber doch durchaus mit der Leine weiterbefördert.
00:13:47: Caroline: das gibt dem Hund halt nicht die Chance,
00:13:50: Caroline: die Informationen, die für ihn vielleicht wichtig sind, zu verarbeiten.
00:13:54: Caroline: Also es macht Frust, großen Frust
00:13:58: Caroline: und das an der Leine gehen für die Hunde nicht unbedingt angenehmer.
00:14:03: Anne: Und selbst dann, wenn die Leute sagen,
00:14:05: Anne: ja, der läuft aber von alleine mit, ist halt die Frage zu stellen,
00:14:09: Anne: läuft der von alleine mit, weil er dem Zug an der Leine aus dem Weg gehen will,
00:14:13: Anne: den er vorher schon gelernt hat, dass der kommt?
00:14:16: Anne: Oder ist es eher etwas, es ist wirklich ein, ich laufe freiwillig mit.
00:14:24: Anne: Kennst Du dieses, ich sag mal, Gerücht,
00:14:26: Anne: dass Hunde an der Leine Begegnungen schlechter meistern als im Freilauf?
00:14:33: Anne: Ja, durchaus. Davon habe ich gehört.
00:14:36: Anne: Davon hast Du gehört.
00:14:38: Anne: Würdest Du sagen, dass das was mit diesen beiden Punkten zu tun hat?
00:14:42: Anne: mit der Selbstbestimmung im Freilauf und dem Verhalten des Weitergezogenen bzw. Mitgenommenwerdens?
00:14:52: Caroline: Ja, definitiv würde ich das sagen. Also im Freilauf hat ja der Hund, wie wir schon gesagt haben,
00:14:58: Caroline: die Möglichkeit, Tempo zu bestimmen, Richtung zu bestimmen, Kreise zu ziehen, stehen zu bleiben, zu schnüffeln.
00:15:05: Caroline: Macht der Hund das an der Leine und wird weitergezogen, hat er gar keine Chance mehr.
00:15:11: Caroline: zum Beispiel die Distanz zu halten, indem er stehen bleibt,
00:15:13: Caroline: oder an die Seite zu gehen und einen Bogen zu laufen.
00:15:17: Caroline: Also es wird alles sehr eingeschränkt und gibt dem Hund einfach viel weniger Möglichkeiten,
00:15:23: Caroline: selber die Situation für ihn irgendwie vernünftig und durchführbar zu gestalten.
00:15:32: Anne: Und er kann ja auch nicht mehr überschnüffeln, was ja auch ein deeskalierendes Verhalten ist,
00:15:36: Anne: dem Gegenüber mitteilen, hey, mir ist das gerade alles zu eng.
00:15:40: Caroline: Richtig. Meistens wird ja dann noch frontal weitergegangen. Das ist dann sowieso ja nicht so eine höfliche Begegnung. Und je nachdem, wie viel noch möglich ist, zum Beispiel mit Kopf abwenden oder blind sind oder wie auch immer, für den einen Hund mag es reichen, für den anderen halt nicht mehr.
00:16:01: Anne: Ich frage Dich deswegen, weil ich mir gerade über diese Sachen ganz viel im Kopf zerbreche.
00:16:06: Anne: Mit jedem neuen Hund in meinem Leben zerbricht man sich ja neu den Kopf.
00:16:09: Anne: Und die Ella, die wir jetzt aufgenommen haben, schafft viele Begegnungen sehr gut.
00:16:16: Anne: Im Freilauf noch viel besser als an der Leine, aber auch an der Leine sehr gut.
00:16:21: Anne: Im städtischen Umfeld an der Leine ist es bei ihr aktuell am schwierigsten.
00:16:26: Anne: Und zwar ist es in dem Fall tatsächlich das städtische Umfeld
00:16:31: Anne: und gar nicht die Wegesbreite oder das Frontallaufen.
00:16:35: Anne: Und ich frage mich so ein bisschen, woran das liegt.
00:16:38: Anne: Das ist natürlich immer rein hypothetisch.
00:16:40: Anne: Es könnte sein, dass sie einfach da Erfahrungen gemacht hat.
00:16:43: Anne: Es könnte genauso gut sein.
00:16:45: Anne: Sie ist sehr verfressen.
00:16:46: Anne: Im städtischen Umfeld liegt mehr Essbares um.
00:16:49: Anne: Und das hat bei ihr definitiv einen Faktor.
00:16:52: Anne: Deswegen meine Frage.
00:16:56: Anne: dieses auf den Hund warten
00:16:58: Anne: beziehungsweise dem Hund Zeit lassen
00:17:00: Anne: gibt es ein Beispiel aus Deinem
00:17:02: Anne: Trainingsalltag, wo genau dieses Warten
00:17:04: Anne: einen Unterschied gemacht hat mit einer Kundin
00:17:06: Anne: mit einem Deiner Hunde
00:17:10: Caroline: ja, also eigentlich an einigen
00:17:12: Caroline: Stellen muss ich sagen
00:17:14: Caroline: spätestens dann, wenn zum Beispiel
00:17:16: Caroline: Leinenführigkeit ein Thema ist
00:17:19: Caroline: dann wirkt das oft Wunder
00:17:20: Caroline: wenn man einfach mal
00:17:23: Caroline: stehen bleibt und den Hund schnüffeln lässt.
00:17:25: Caroline: Ganz oft ist es so, dass bei den Menschen viel Druck und Stress ist,
00:17:30: Caroline: gerade wenn der Hund ein bisschen schwerer ist oder sehr stark zieht.
00:17:33: Caroline: Dann ist es ja oft auch mit unangenehmen Schmerzen verbunden für den Menschen.
00:17:39: Caroline: Und es ist ganz faszinierend, weil sobald man sagt,
00:17:43: Caroline: bleib doch mal stehen, wenn der Hund schnüffelt in Verlängerung der Rückenlinie,
00:17:46: Caroline: dann nimmt das eigentlich sofort den Druck raus.
00:17:54: Caroline: Und es wird weniger schnell.
00:17:57: Caroline: Man kann mal durchatmen.
00:18:01: Caroline: Deshalb ja, das hat durchaus Auswirkungen,
00:18:03: Caroline: auch im Alltag als Hundetrainerin.
00:18:08: Anne: Viele Hunde haben es ja auch schlicht und ergreifend verlernen.
00:18:10: Anne: Das sind dann die Hunde, die es beim Spaziergang immer eilig haben.
00:18:13: Anne: Und dann schraubt sich das so gegenseitig hoch.
00:18:16: Anne: Genau, und dann ist für alle nur noch Stress.
00:18:18: Anne: Ja.
00:18:22: Anne: Wenn Du,
00:18:26: Anne: wir gehen jetzt ein bisschen weiter vom Aspekt her,
00:18:29: Anne: ich habe Deiner Haltung jetzt entnommen,
00:18:31: Anne: dass es Dir ganz wichtig ist,
00:18:34: Anne: den Hund zu sehen, aber auch den Menschen,
00:18:36: Anne: das System zwischen Hund und Mensch zu optimieren,
00:18:40: Anne: darauf zu achten, dass der Hund besser wahrgenommen,
00:18:44: Anne: mehr gesehen wird in all seinen Facetten.
00:18:48: Anne: Wie ist das, mit welchen Hunden und Menschen
00:18:50: Anne: arbeitest Du persönlich am liebsten und warum?
00:18:56: Caroline: Ja, bei den Hunden ist das relativ einfach.
00:18:59: Caroline: Also sehe ich die Hunde, kriege ich Herzchen in den Augen.
00:19:02: Caroline: Dabei ist es mir relativ egal, was das für ein Hund ist.
00:19:04: Caroline: Ich nehme alle, wie sie kommen.
00:19:08: Caroline: Und alle Aspekte sind eigentlich interessant.
00:19:12: Caroline: Also mir ist das relativ egal, welche Herausforderungen da sind.
00:19:17: Caroline: Und bei den Menschen ist das schon was schwieriger,
00:19:21: Caroline: weil ich habe darüber nachgedacht und es sind eigentlich die Werte, die mir wichtig sind.
00:19:28: Caroline: Also eine gewisse Übereinstimmung der Werte sollte vorhanden sein, gerade im Hinblick auf den Hund.
00:19:35: Caroline: Und dann mag ich es gerne, wenn die Menschen etwas mitdenken und vielleicht auch hinterfragen.
00:19:41: Caroline: Also Dinge auseinandersetzen, mit dem Training auseinandersetzen
00:19:45: Caroline: und vor allem Fragen stellen, wenn sie sie haben.
00:19:47: Caroline: Und auch ganz klar sagen, wenn was nicht funktioniert,
00:19:52: Caroline: damit ich das entsprechend anpassen kann mit den Menschen zusammen.
00:19:57: Caroline: Und ja, was überhaupt nicht funktioniert,
00:20:00: Caroline: sind für mich Diskussionen über Grundsätze,
00:20:03: Caroline: wie zum Beispiel strafbasiertes Training.
00:20:06: Caroline: Ich erkläre gerne und ich erkläre gerne Ansätze, warum ich was wie mache.
00:20:11: Caroline: Und ich erkläre auch gerne Vorteile und Nachteile, aber ich möchte nicht diskutieren.
00:20:17: Anne: Das heißt, das Bedürfnis, belohnungsbasiert zu trainieren und das Bedürfnis aus einem Miteinander mit dem Hund ohne Korrektur und Strafe,
00:20:29: Anne: das muss im Prinzip gegeben sein.
00:20:30: Anne: Wenn die Leute hilflos sind, weil sie nicht wissen, wie sie es besser machen können, ist es das eine.
00:20:36: Anne: aber wenn sie gar nicht das Bedürfnis haben, so zu trainieren
00:20:39: Anne: oder es ihnen egal ist, wie sie trainieren,
00:20:41: Anne: dann passen sie nicht zu Dir?
00:20:44: Anne: Das kommt drauf an.
00:20:46: Caroline: Also so würde ich das nicht sagen,
00:20:48: Caroline: weil jeder Mensch ist lernfähig, denke ich.
00:20:50: Caroline: Und jeder Mensch bekommt auch neue Ansätze
00:20:54: Caroline: und sieht die Dinge vielleicht auch anders.
00:20:56: Caroline: Also das gestehe ich jedem zu.
00:21:01: Caroline: Da glaube ich auch dran.
00:21:01: Caroline: Wenn es aber für den Menschen gar nicht passt
00:21:03: Caroline: und wenn ich immer wieder bestimmte Dinge, Grundsätze diskutieren muss,
00:21:07: Caroline: dann auf jeden Fall nicht.
00:21:09: Caroline: Okay, das meinte ich damit.
00:21:11: Caroline: Okay.
00:21:12: Anne: Also, liebe Viersener und Umgebung,
00:21:15: Anne: wenn ihr mit Caroline trainieren wollt,
00:21:17: Anne: auch wenn ihr bisher strafbasiert arbeitet,
00:21:19: Anne: nehmt Caroline euch gerne.
00:21:21: Anne: Es sei denn, ihr habt Lust, was anderes zu machen.
00:21:24: Anne: Das ist die Grundvoraussetzung.
00:21:26: Anne: Passt das für Dich, Caroline?
00:21:28: Anne: Genau.
00:21:30: Anne: Wie läuft so eine typische Zusammenarbeit
00:21:32: Anne: zwischen Dir und Kundinnen und Kunden ab?
00:21:36: Anne: Was dürfen Menschen von Dir erwarten?
00:21:39: Anne: Du hast jetzt schon gesagt, Du erklärst gerne,
00:21:41: Anne: Du bringst gerne Spaß ins Leben.
00:21:44: Anne: Was gehört für Dich noch dazu?
00:21:48: Caroline: Ja, wie gesagt, die Gesundheit ganz vorneweg.
00:21:51: Caroline: Einen Überblick über den Alltag zu bekommen.
00:21:54: Caroline: Also was ist den Menschen wichtig?
00:21:57: Caroline: Wie viel Zeit ist vielleicht auch da?
00:21:59: Caroline: Was ist realistisch umzusetzen?
00:22:05: Caroline: und dann schaue ich mir an, welche Tools für die Menschen und den Hund passend sein können
00:22:10: Caroline: und schaue, womit ich starte und dann geht es auch schon los.
00:22:17: Anne: Pragmatisch, wie ich Dich kenne, geht es jetzt.
00:22:19: Anne: Genau.
00:22:21: Anne: Also was tun und nicht nur drüber nachdenken.
00:22:24: Anne: Richtig.
00:22:25: Anne: Sehr cool.
00:22:29: Anne: Und wie hältst Du Kontakt? Also Du arbeitest regional. Ich glaube, Du arbeitest auch ein bisschen online. Wie hältst Du mit Deinen Kunden Kontakt? Wie begleitest Du sie durch diesen Veränderungsprozess?
00:22:42: Caroline: Ja, also ich habe die Termine, Vor-Ort-Termine oder Zoom-Calls.
00:22:48: Caroline: Dann gibt es immer noch eine Zusammenfassung, wo ich auch nochmal darauf hinweise,
00:22:52: Caroline: dass man mir sehr gerne Fragen stellen darf, falls irgendwas unklar geblieben ist.
00:22:56: Caroline: Ich versuche immer auch zwischen den Trainings noch zum Beispiel Videos zu bekommen von den Trainings, die stattfinden.
00:23:05: Caroline: Es ist manchmal ein bisschen schwierig, aber es ist durchaus sehr hilfreich.
00:23:09: Caroline: Genau, die gucke ich mir sehr gerne an, auch zwischendurch.
00:23:14: Caroline: Es finden Telefonate statt auch, also je nachdem, was für Herausforderungen vielleicht in der Zwischenzeit vorkommen,
00:23:22: Caroline: telefoniere ich oder per WhatsApp.
00:23:25: Caroline: Das ist eigentlich eine relativ unproblematische Zwischendurchbegleitung, sage ich mal.
00:23:31: Caroline: Wenn ich lange von den Teams nichts höre, nutze ich das ganz gerne mal, um auch nachzufragen, wie so der Stand ist.
00:23:40: Anne: Das heißt, über alle Kanäle und Du guckst, dass Du sozusagen mit den Leuten am Ball bleibst.
00:23:47: Caroline: Richtig, das ist nämlich ein wichtiger Punkt dabei. Also wenn man nicht umsetzt, dann kann sich nichts verändern. Und da nochmal nachzuhaken, weil man dann auch rausfinden kann, wo es vielleicht auch Probleme gibt oder wo vielleicht was nicht ganz passt. Und dann ist es ja wichtig, dass man darüber spricht und das dann eben auch entsprechend verändert und anpasst.
00:24:10: Anne: Das heißt allerdings für mich, dass ich mir vorstellen könnte, vielleicht verstehe ich Dich auch falsch, dann korrigiere mich bitte.
00:24:16: Anne: Ich könnte mir gut vorstellen, dass für Dich Kundinnen besonders willkommen sind, wenn die auch so einen stetigen Austausch und stetige Rückmeldung an Dich,
00:24:30: Anne: also nicht mit permanent, aber regelmäßig und zuverlässig Dir geben können und wollen.
00:24:39: Caroline: Also das finde ich schön. Damit kann ich sehr gut arbeiten. Es ist aber auch okay, wenn man es nicht tut. Also das ist dann für die Termine, die dann stattfinden, finde ich eigentlich ein bisschen blöder, weil ich mich besser vorbereiten kann.
00:24:55: Caroline: ja, das klingt jetzt so doof, aber schon mal anders.
00:24:59: Caroline: Genau, punktgenauer vorbereiten kann und dann halt die Termine besser nutzen kann.
00:25:03: Caroline: Also es ist eigentlich für die Menschen, wäre es sinnvoll,
00:25:07: Caroline: aber wenn die Menschen das nicht wollen, ist es auch okay.
00:25:11: Anne: Ich würde es so formulieren, dass wenn die Leute sich zwischendurch bei Dir melden,
00:25:14: Anne: dann kannst Du nahtlos weitergehen.
00:25:17: Anne: Und wenn die Leute sich nicht bei Dir melden,
00:25:18: Anne: dann musst Du im Prinzip bei jedem Termin eine neue kleine Bestandsaufnahme machen
00:25:23: Anne: und Dich dann flexibel anpassen, was Du kannst
00:25:26: Anne: und was aber einfach in so einem Termin wertvolle Zeit kostet.
00:25:31: Caroline: Ja, richtig. Sehr gut zusammengefasst.
00:25:35: Anne: Dankeschön.
00:25:39: Anne: Ich habe noch zwei, drei Fragen an Dich.
00:25:41: Anne: Ich finde es total spannend, mit Dir zu sprechen.
00:25:43: Anne: Ich mag das sehr, vor allen Dingen vielleicht für euch,
00:25:46: Anne: liebe Zuhörer und Zuhörerinnen.
00:25:48: Anne: Wir haben uns nicht vorbereitet, großartig.
00:25:49: Anne: Also ich habe Caroline wenige Stunden vor dem Podcast einfach eine Liste an ein paar Fragen geschickt, die ich so in fünf Bereiche eingeteilt habe.
00:25:59: Anne: Und wir haben im Rahmen von einem gemeinsamen Call, habe ich gesagt, Mensch, dann kommt doch einfach mal, liebe Absolventinnen, kommt doch einfach mal zu uns in den Podcast und dann sprechen wir zusammen.
00:26:11: Anne: Und das Einzige, was ich eben haben wollte, war diese eine Sache, die Leute schön machen in Deiner Region und eine Sache, die Leute in Karolines Region besser machen dürfen, die ihrem Alltag auffällt.
00:26:26: Anne: Wenn Du auf Deine Ausbildungszeit zurückblickst, gibt es etwas, was Dir bis, also die läuft ja noch, Du bist ja noch in der Weiterbildung, aber gibt es so etwas, wo Du sagst, das war für mich so ein wirklicher Schlüssel- und Aha-Moment in meinem Werdegang als Hundetrainerin?
00:26:43: Caroline: Ja, ich würde sagen, es war die Aussage, die Frage ist nicht, ob etwas geht, sondern wie. Und die prägt mich seitdem in vielen Bereichen. Und jedes Mal, wenn ich persönlich auch vor Herausforderungen stehe, dann sage ich mir das ganz einfach. Also die Frage ist nicht, ob, sondern wie.
00:27:08: Caroline: Und ich muss sagen, dass ich die Erfahrung damit gemacht habe, dass es sehr gut funktioniert.
00:27:13: Caroline: Also das geht nicht, weil, also da komme ich auch her aus der Ecke, das geht nicht, weil.
00:27:22: Caroline: Und das gibt es aber nicht mehr.
00:27:25: Caroline: Also die Frage ist nicht, ob, sondern wie etwas geht.
00:27:28: Anne: Ich liebe die, weil wir nicht unterstellen, dass immer alles geht,
00:27:34: Anne: sondern wenn ich ein Ziel habe, dann ist die Frage, wie bewege ich mich möglichst nah daran
00:27:40: Anne: oder wie kann ich etwas verändern, um mich erstmal in die richtige Richtung zu bewegen.
00:27:45: Anne: Und es ist nicht mehr dieses Schwarz-Weiß-Denken und es macht das System auch wieder so facettenreich.
00:27:51: Anne: Ich kann mit der Frage Menschen und Hunden immer neugierig begegnen und das finde ich so schön
00:27:57: Anne: und auch Problemen immer neugierig begegnen.
00:28:01: Anne: Was würdest Du jemandem sagen, der überlegt Hundetrainerin zu werden,
00:28:04: Anne: aber noch zweifelt, ob das der wirkliche Weg ist.
00:28:06: Anne: Und mir ist wichtig bei der Frage, es geht jetzt nicht darum,
00:28:09: Anne: dass Du für meine Ausbildung Werbung machst,
00:28:11: Anne: sondern es gibt ja auch Dinge, die man als Hundetrainerin bemerkt,
00:28:16: Anne: wo man sagt, hätte ich das gewusst, hätte ich vielleicht nochmal drüber nachgedacht.
00:28:19: Anne: Also es darf in alle Richtungen gehen.
00:28:23: Caroline: Ja, also als erstes fällt mir dazu ein,
00:28:28: Caroline: der Faktor Mensch ist eine entscheidende Rolle dabei.
00:28:33: Caroline: und der Faktor Mensch spielt wahrscheinlich auch eine viel größere Rolle,
00:28:39: Caroline: als dass man sich das vorstellen kann.
00:28:43: Caroline: Und das muss man wollen.
00:28:47: Caroline: Und das kostet viel Ressourcen, sage ich mal.
00:28:52: Caroline: Also die Arbeit mit den Hunden ist die eine Sache.
00:28:55: Caroline: Und der herausforderndere Teil ist auf jeden Fall die Arbeit mit den Menschen.
00:29:00: Caroline: Nicht, dass sie nicht Spaß machen würde,
00:29:04: Caroline: ich glaube, man muss ganz genau gucken,
00:29:09: Caroline: welchen Menschen kann ich tatsächlich helfen
00:29:11: Caroline: und welchen Menschen kann ich nicht helfen,
00:29:14: Caroline: als dass ich nicht die richtige Ansprechpartnerin bin
00:29:17: Caroline: im Sinne von eine Hundetrainerin
00:29:20: Caroline: wird vielleicht nicht als erstes gebraucht.
00:29:25: Caroline: Und es ist nicht immer einfach.
00:29:30: Caroline: Und es macht trotzdem unheimlich viel Spaß.
00:29:33: Caroline: Also an den Stellen, wo ich arbeiten kann, wo Menschen mit ihren Hunden zusammenwachsen,
00:29:41: Caroline: wo die gute Erfahrungen haben, wo es die Marmeladenglas-Momente gibt,
00:29:47: Caroline: wo ich richtig was bewegen kann in die Richtung, in die ich es auch gerne möchte,
00:29:54: Caroline: da bin ich auf jeden Fall glücklich und zufrieden.
00:29:58: Caroline: Und wenn man sich überlegt, was man möchte und wofür man es eigentlich tut,
00:30:05: Caroline: und dann mit sich selber im Einklang ist,
00:30:07: Caroline: dann ist es, glaube ich, die richtige Entscheidung.
00:30:14: Anne: Ich liebe ja die Arbeit mit Menschen
00:30:16: Anne: und ich glaube, das Wichtigste,
00:30:19: Anne: nein, nicht das Wichtigste, das ist falsch formuliert,
00:30:23: Anne: aber ich glaube, dass wir viele Tools, viele Übungen,
00:30:27: Anne: viel Wundewissen, viele unterschiedliche Herangehensweisen
00:30:31: Anne: eigentlich nur brauchen, damit wir für Menschen
00:30:35: Anne: die Herangehensweise finden.
00:30:37: Anne: Und damit meine ich nicht die Werte und nicht die grundsätzliche Methode,
00:30:40: Anne: sondern ob ich Weg A, B oder C in einer Methode gehe,
00:30:44: Anne: dass die Auswahl viel häufiger davon abhängt,
00:30:47: Anne: was kann der Mensch gerade umsetzen,
00:30:49: Anne: was kann er in sein Leben integrieren.
00:30:54: Anne: Und das ist etwas, was ich total liebe.
00:30:56: Anne: Also mir macht es jetzt gerade auch nochmal total Spaß,
00:30:59: Anne: einfach nur mit einem neuen Hund zu trainieren.
00:31:01: Anne: Das ist auch mal nett.
00:31:04: Anne: Ich liebe das total.
00:31:06: Anne: Und Du hast ja vorhin so gesagt,
00:31:07: Anne: Du kommst mal von dem,
00:31:09: Anne: das geht nicht, das geht nicht, das geht nicht.
00:31:12: Anne: Und wenn ich jetzt so mit Dir rede,
00:31:13: Anne: dann denke ich mir,
00:31:15: Anne: krass, ich erinnere mich daran.
00:31:17: Anne: Und ich habe mich schon bei Deiner Prüfung
00:31:22: Anne: immer so viel gefreut.
00:31:23: Anne: Und auch in der Zwischenzusammenarbeit
00:31:27: Anne: oder wenn ich mit Dir gesprochen habe,
00:31:30: Anne: da gab es so viele Momente, wo ich mich so gefreut habe.
00:31:33: Anne: Nicht, dass ich mir alle Veränderungen jetzt zuschreiben würde
00:31:37: Anne: oder der Ausbildung, aber zu sehen,
00:31:39: Anne: wie viel mehr Freude Du mit Deinen Hunden hast
00:31:42: Anne: und wie viel mehr Freude Du im Leben mit den Hunden hast,
00:31:45: Anne: das finde ich einfach total geil.
00:31:47: Anne: Also es ist etwas, was mich immer wieder verstärkt,
00:31:49: Anne: mit Menschen zu arbeiten.
00:31:53: Caroline: Ja, das ist für mich auch der größte Gewinn eigentlich
00:31:55: Caroline: an der Ausbildung.
00:31:57: Caroline: Für mich persönlich, genau.
00:31:59: Anne: Cool.
00:32:02: Anne: Wenn Du Dir was für die Zukunft wünschen dürftest
00:32:04: Anne: von den Menschen da draußen mit Hund,
00:32:08: Anne: eine Sache, was wäre das?
00:32:13: Caroline: Dass die Menschen verstehen,
00:32:17: Caroline: dass die Hunde nicht einfach funktionieren müssen,
00:32:21: Caroline: sondern Lebewesen sind,
00:32:24: Caroline: mit denen man viel Spaß haben kann, ohne Druck.
00:32:27: Caroline: So, das waren jetzt fünf Sachen in einem Satz,
00:32:29: Caroline: damit ich alles unterkriege.
00:32:33: Anne: Perfekt.
00:32:34: Anne: Liebe Carolina,
00:32:35: Anne: ich danke Dir herzlich, dass Du da warst.
00:32:38: Anne: Für alle
00:32:39: Anne: diejenigen aus Viersen
00:32:41: Anne: und Neuss und Mönchengladbach
00:32:43: Anne: und Co.,
00:32:45: Anne: wenn ihr mit Carolina in Kontakt treten wollt,
00:32:47: Anne: ich verlinke euch natürlich in den
00:32:49: Anne: Shownotes Carolines
00:32:51: Anne: Webseite, sodass
00:32:53: Anne: ihr in Kontakt treten könnt.
00:32:57: Anne: ich persönlich bin der Meinung,
00:32:58: Anne: ihr seid bei Caroline hervorragend
00:33:02: Anne: aufgehoben,
00:33:03: Anne: wenn ihr
00:33:04: Anne: Lust habt, mit eurem Hund mit Freude
00:33:07: Anne: auch die problematischen
00:33:08: Anne: Themen anzugehen und
00:33:10: Anne: Lust habt auf ein systematisches,
00:33:13: Anne: pragmatisches Vorgehen.
00:33:17: Anne: Und Caroline, ich danke Dir
00:33:19: Anne: sehr für dieses Gespräch und dass Du da warst.
00:33:22: Caroline: Ja, danke, dass
00:33:22: Caroline: ich da sein durfte. Es hat mir Spaß gemacht.
00:33:25: Anne: Cool, dann kommst Du bestimmt mal wieder.
00:33:27: Anne: Bestimmt.
00:33:29: Anne: Bis bald.
00:33:31: Anne: Bis dann. Tschö.
00:33:37: Anne: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
00:33:39: Anne: das hier ist jetzt eine kleine,
00:33:41: Anne: ich weiß nicht, wie sagt man das,
00:33:43: Anne: Nachbesprechung. Caroline und ich haben uns
00:33:44: Anne: gerade nach der Aufzeichnung des Podcastes,
00:33:46: Anne: den Du gerade gehört hast, miteinander verquatscht
00:33:48: Anne: und dabei sind wir auf ein Thema gekommen,
00:33:51: Anne: was Caroline sich für
00:33:52: Anne: den Podcast allgemein wünscht.
00:33:55: Anne: Und ich verspreche Dir, liebe Caroline, hiermit,
00:33:58: Anne: dass ich das Thema nochmal aus verschiedenen Aspekten beleuchte.
00:34:02: Anne: Aber ich möchte es gar nicht aufschieben,
00:34:05: Anne: sondern finde es ganz wichtig, dass wir kurz noch darüber sprechen.
00:34:08: Anne: Du, liebe Caroline, hast vorhin im Podcast gesagt,
00:34:11: Anne: dass Dir das Thema Gesundheit wichtig ist bei Deinen Mensch-Hundeteams.
00:34:16: Anne: Und dass Du gerne an TierärztInnen oder PhysiotherapeutInnen
00:34:22: Anne: überweist, weil Du bist ja selber keine
00:34:24: Anne: Medizinerin.
00:34:26: Anne: Trotzdem ist Dir das Thema Gesundheit
00:34:28: Anne: wichtig und Du siehst da auch eine Rolle
00:34:30: Anne: bei Dir. Kannst Du kurz definieren,
00:34:33: Anne: was
00:34:34: Anne: für Dich das Thema ist,
00:34:36: Anne: dass Du sagst, Gesundheit ist mir wichtig
00:34:38: Anne: und steht bei mir auch im Fokus,
00:34:40: Anne: obwohl ich keine Therapeutin
00:34:43: Anne: oder Medizinerin bin?
00:34:44: Caroline: Ja, und zwar ist es
00:34:46: Caroline: das Thema, dass sich ja
00:34:48: Caroline: die Gesundheit auf Verhalten auswirkt
00:34:50: Caroline: in verschiedenen Weisen.
00:34:54: Caroline: Schmerzen, Aggressionsverhalten
00:34:56: Caroline: fehlende
00:34:57: Caroline: Motivation, sage ich mal
00:34:59: Caroline: und dass sich das zum Beispiel auch
00:35:01: Caroline: deutlich zeigt in
00:35:03: Caroline: Signalen, die nicht ausgeführt werden
00:35:05: Caroline: können, also Hunde, die nicht Sitz machen
00:35:07: Caroline: Hunde, die nicht mitlaufen
00:35:09: Caroline: Hunde, die
00:35:11: Caroline: nicht mehr
00:35:13: Caroline: zum Beispiel, genau
00:35:15: Caroline: oder nicht mehr ins Auto springen
00:35:17: Caroline: und dann bekommen sie ganz
00:35:19: Caroline: oft ein Etikett
00:35:21: Caroline: Zum Beispiel der sture Hund oder der Hund muss das ja machen und dabei wird ganz oft übersehen, dass es vielleicht gesundheitliche Aspekte gibt, die eine Rolle spielen.
00:35:35: Caroline: Und gerade im Hinblick auf Erkrankungen im Bewegungsapparat ist es häufig der Fall, dass die Hunde Probleme haben, dass das Gangwitz zum Beispiel auffällig ist und dass man sich denken kann, dass es Probleme gibt, warum der Hund zum Beispiel nicht gerne Sitz macht und es aber trotzdem machen soll und es vielleicht sogar auch macht.
00:35:55: Caroline: Und deshalb kann das ja. Da einfach etwas Bewusstsein für zu schaffen, dass es durchaus Probleme gibt, warum der Hund Dinge nicht tun kann, das ist mir sehr wichtig.
00:36:10: Anne: Oder auch, warum er sie besonders hektisch tut, warum er rastlos ist,
00:36:13: Anne: warum er vielleicht auch bei der Futternahme der Hand entgegenspringt
00:36:19: Anne: und scheinbar ungeduldig ist, also da genauer hinzugucken.
00:36:22: Anne: Was glaubst Du, warum kannst Du da gut hingucken?
00:36:29: Caroline: Wir haben in der Ausbildung viel über das Verhalten von Hunden gesprochen,
00:36:35: Caroline: beziehungsweise haben wir uns das Verhalten angeguckt, also das Ausdrucksverhalten.
00:36:39: Caroline: Wir haben in den Calls Blickschulung gemacht.
00:36:44: Caroline: Wir haben Videos betrachtet.
00:36:45: Caroline: Wir haben Hunde betrachtet.
00:36:47: Caroline: Wir haben geschaut, wie sieht der Hund aus.
00:36:49: Caroline: Wie sehen einzelne Teile vom Hund aus?
00:36:52: Caroline: Also was macht die Rute?
00:36:53: Caroline: Was macht der Kopf?
00:36:55: Caroline: Was machen die Ohren?
00:36:56: Caroline: Was machen die Beine?
00:36:57: Caroline: Wir haben das sehr genau auseinandergenommen und sehr genau beschrieben.
00:37:02: Caroline: Das heißt, wir haben uns wirklich viel damit auseinandergesetzt.
00:37:04: Caroline: Ich habe mich damit auseinandergesetzt,
00:37:06: Caroline: weil ich selbstverständlich meine Hunde hier regelmäßig beobachte.
00:37:10: Caroline: Ich beobachte Hunde draußen auf der Straße, die von A nach B gehen.
00:37:15: Caroline: Ich beobachte die Hunde, die hier den Weitweg lang laufen.
00:37:20: Caroline: Wir sind sehr geschult worden im Ausdrucksverhalten.
00:37:24: Caroline: Also deshalb glaube ich, dass wir da ganz genau hingucken
00:37:27: Caroline: und vielleicht auch genauer als die meisten anderen Menschen.
00:37:31: Anne: Für mich ist es ein ganz wesentlicher Aspekt unserer Ausbildung,
00:37:36: Anne: dass wir als Hundetrainerinnen keine MedizinerInnen sind,
00:37:40: Anne: wir sind keine PhysiotherapeutInnen,
00:37:43: Anne: aber wir sind Menschen, die sich Verhalten angucken.
00:37:46: Anne: Und Verhalten ist alles, was an Bewegung an der Körperoberfläche stattfindet.
00:37:51: Anne: Und natürlich erfreut mich das total, dass Du jetzt sagst,
00:37:55: Anne: genau dieser Aspekt, ich kann Verhalten beobachten
00:37:58: Anne: und dann kann ich sagen, da ist etwas auffällig.
00:38:02: Anne: Dieser Aspekt verstehe ich Dich richtig, dass das das ist, wo Du sagst
00:38:06: Anne: und damit unterstütze ich Dich dann wiederum, die Bekundin zum Tierarzt
00:38:10: Anne: oder zu jemandem anders zu überweisen und zu sagen,
00:38:13: Anne: das sind die Auffälligkeiten, die mir aufgefallen sind.
00:38:17: Caroline: Genau, also ich kann ja die Menschen darauf hinweisen, wenn mir was auffällt
00:38:21: Caroline: und ja, das werde ich auch nicht lassen.
00:38:23: Caroline: Also das ist vielleicht auch nicht sehr angenehm, aber ich spreche das an.
00:38:29: Caroline: Also wenn mir Dinge auffallen und mir fallen Dinge auf,
00:38:32: Caroline: dann ermögliche ich das den Menschen
00:38:35: Caroline: die vielleicht auch zu sehen oder vielleicht ist denen ja auch schon mal was aufgefallen
00:38:39: Caroline: und es ist gar nicht so bewusst gewesen, dass es vielleicht nicht so normal ist
00:38:42: Caroline: und dann ist der Schritt zur Fachperson
00:38:45: Caroline: natürlich der nächste, der angeraten ist
00:38:50: Caroline: und
00:38:51: Anne: vielleicht auch nochmal
00:38:54: Anne: das schließt so ein bisschen den Kreis wieder
00:38:56: Anne: zu dem, was Du vorhin gesagt hast, es ist nicht die Frage, ob es geht
00:38:59: Anne: sondern wie es geht, dann zu sagen, pass auf, das war zumindest immer ein Ziel von mir in der Ausbildung, weil ich das so anders erlebt habe und Du mit Deinen gesundheitlichen Themen bei Deinem Hund ja auch erlebt hast, dieses Training ist gerade nicht möglich aufgrund der Gesundheit.
00:39:16: Anne: Training ist gerade nicht möglich, weil.
00:39:18: Anne: Aber wenn wir es andersrum denken, wenn wir sagen, es ist nicht die Frage, ob, sondern wie.
00:39:23: Anne: Und wir sagen als Beispiel, okay, dieser Hund hat Probleme in der Hinterhand, der kann jetzt nicht gehorsam sitzen.
00:39:31: Anne: Was ist denn das Ziel beim Sitz?
00:39:32: Anne: Ach so, der Hund soll stationär warten bis X oder der soll sich stationär ruhig verhalten bis X.
00:39:40: Anne: Dann kann ich das ja auch über was anderes als das Sitzen aufbauen.
00:39:44: Caroline: Genau, es gibt halt immer die Alternative und schön finde ich es, wenn dann die Alternative gewählt wird, die für den Hund umsetzbar ist. Also für den Menschen akzeptabel, weil es genau das Verhalten widerspiegelt, was der Hund zeigen soll, also im Sinne von zum Beispiel stationär bleiben und andere Hunde oder Menschen passieren lassen und gleichzeitig aber etwas ist, was dem Hund keine Schmerzen oder zumindest nicht zusätzliche Schmerzen zufügt.
00:40:13: Anne: Ein wichtiges Thema. Ich danke Dir vielmals. Wir bringen das mit ein.
00:40:18: Anne: Und an alle ZuhörerInnen und Zuhörer da draußen, wenn ihr das Gefühl habt,
00:40:22: Anne: euer Hund wird bei Bewegungen hektisch, der macht bestimmte Dinge nicht mehr so gut wie früher
00:40:30: Anne: oder noch nie so richtig gerne, nehmt das nicht einfach so in einen hin,
00:40:34: Anne: sondern merkt euch, euer Hund zeigt euch mit dem, was er an der Körperoberfläche tut,
00:40:41: Anne: wie es ihm innerlich geht.
00:40:42: Anne: Und wir können Schmerzen nur vermuten,
00:40:46: Anne: nicht von außen sehen.
00:40:47: Anne: Niemand von uns hat den Röntgenblick.
00:40:49: Anne: Und nicht alles sieht man auf einem Röntgenbild.
00:40:54: Anne: Lasst wirklich eine Hundetrainerin oder einen Hundetrainer rübergucken,
00:40:58: Anne: der in Blickschulung, in Analyse von Verhalten auf den Hund guckt
00:41:05: Anne: und nicht auf Gehorsam.
00:41:06: Anne: Würdest Du das so unterstreichen?
00:41:08: Anne: Definitiv. Dreimal.
00:41:11: Anne: Sehr gut. Und wenn Du Lust hast,
00:41:13: Anne: im Raum Viersen mit Caroline
00:41:15: Anne: angepasste Modelle für Dich zu finden,
00:41:18: Anne: dann guck
00:41:19: Anne: in den Shownotes, da ist Caroline
00:41:21: Anne: für Dich vertreten. Und jetzt gucke ich,
00:41:23: Anne: wie ich das Ganze noch irgendwie in diesen Podcast
00:41:25: Anne: reingeschnitten finde, aber ich finde es
00:41:27: Anne: wirklich wichtig, weil das Dich
00:41:29: Anne: einfach auch nochmal ausmacht und zeigt,
00:41:31: Anne: wie analytisch
00:41:33: Anne: Du auf Munde und ihr
00:41:35: Anne: Ausdrucksverhalten wuchst.
00:41:38: Caroline: Ja, zum Glück.
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